Der neue Sensor unterstützt Milchviehhalter u.a. bei der frühzeitigen Erkennung von Mastitis – einer der größten Herausforderungen auf Milchviehbetrieben

3. Juni 2026 – CowManager, ein führender Anbieter smarter Lösungen zur Kuhüberwachung, erweitert sein Portfolio um einen neuen, innovativen Milchsensor. Der Sensor, der im Melkstand integriert wird, hilft fundierte Entscheidungen im Bereich der Mastitiserkennung und des Melkprozesses zu treffen.

Die Untersuchungen von CowManager zeigen, dass die frühzeitige Mastitiserkennung weltweit zu den wichtigsten Prioritäten von Milchviehhaltern zählt. Milchviehhalter wissen um die weitreichenden und langfristigen Auswirkungen, die Mastitis auf die Lebensleistung einer Kuh haben kann. Umso wertvoller sind Investitionen in eine frühzeitige Erkennung und rechtzeitige Behandlung.

Die neue Milchsensortechnologie liefert präzise Echtzeitdaten sowohl auf Tier- als auch auf Melkstandebene. Das System überwacht jede einzelne Kuh viertelgenau über das jeweilige Zitzengummi und ermöglicht dadurch eine frühzeitige Mastitiserkennung. Gleichzeitig bewertet es die Leistung der Melktechnik sowie die Melkarbeit im Hinblick auf Qualität und Effizienz.
CowManager Milchsensor

Praxisrelevante Erkenntnisse durch frühzeitige Mastitiserkennung

Das System misst Leitfähigkeit, Vakuum, Temperatur, Milchmenge und Milchfluss nur wenige Zentimeter unterhalb jeder Zitze und ermöglicht dadurch hochpräzise Frühwarnungen bei Mastitis. Diese hohe Messgenauigkeit eröffnet Milchviehhaltern eine neue Ebene wertvoller Echtzeitinformationen für ein proaktives Herdenmanagement.

Warnmeldungen werden über ein Blinksignal am transparenten Sensor, per automatischer Sprachausgabe, auf dem Bildschirm im Melkstand oder direkt in der App eindeutig angezeigt.

Melkstand-Überwachung

Der Milchsensor hilft zudem dabei, Unregelmäßigkeiten im Melkstand zu erkennen, die selbst in modernen Systemen häufig unbemerkt bleiben. Probleme wie Vakuumabfälle, Übermelken oder unzureichend gereinigte Melkzeuge können sich negativ auf die Milchqualität und die Gesundheit der Tiere auswirken.

Das System liefert Echtzeitwarnungen bei Abweichungen im Melkprozess und bietet gleichzeitig wertvolle Einblicke in Melkqualität und Effizienz. Dadurch können Milchviehhalter rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, bevor aus kleinen Unregelmäßigkeiten ernsthafte Gesundheitsprobleme in der Herde oder kostspielige Ausfallzeiten entstehen.

„Bei CowManager beginnt Innovation mit einem klaren Verständnis dafür, was Milchviehhalter auf ihren Betrieben wirklich benötigen“, erklärt Gerard Griffioen, Milchviehhalter und Gründer von CowManager.

„Wir arbeiten täglich eng mit Milchviehhaltern auf der ganzen Welt zusammen – und genau diese Praxisnähe prägt unsere Entwicklungen. Unser Ziel ist es nicht, einfach mehr Technologie bereitzustellen, sondern Lösungen zu entwickeln, die Milchviehbetriebe nachhaltig voranbringen. Mit unserem neuen Milchsensor erhalten Milchviehhalter mehr Kontrolle über die Leistung ihrer Herde und ihre täglichen Betriebsabläufe. Die Ergebnisse aus den ersten Praxistests auf den Betrieben bestätigen bereits heute das große Potenzial dieser Technologie.“

Mastitis und Melkstand

CowManager führt den Milchsensor zunächst mit zwei Überwachungslösungen ein: Mastitis und Melkstand. Das Unternehmen plant, die Plattform künftig, um weitere Lösungen auf Basis derselben Sensortechnologie zu erweitern und Milchviehhaltern damit zusätzliche Möglichkeiten zur Optimierung von Herdenleistung und Betriebsmanagement zu bieten.

Der Milchsensor wurde für eine einfache Installation und eine unkomplizierte Anwendung entwickelt. Das drahtlose, wartungsarme System ist mit einer Vielzahl gängiger Melkstandsysteme kompatibel. CowManager wird das System offiziell im Laufe des Jahres 2026 vorstellen. Die breite Markteinführung ist für 2027 vorgesehen.

Fragen?

  • Medienkontakt: CowManager
  • Maximilian Niederstein, Area Marketing Lead CowManager
  • E-Mail: m.niederstein@cowmanager.com

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Die Entstehung des neuen Milchsensors von CowManager

Während des Melkens leuchtet eine Kontrollanzeige auf. Der Melker erkennt sofort: Die Leitfähigkeit eines Euterviertels weicht vom Sollwert ab. Ein Sensor, der nicht nur die Leitfähigkeit misst, sondern auch Milchmenge, Milchfluss, Temperatur und Vakuumniveau.

Neben der Eutergesundheit auf Viertelbasis analysiert der Sensor sämtliche Abläufe im Melkstand bis ins Detail.

Das ist der Milchsensor – die neueste Innovation aus dem Hause CowManager.

CowManager's Gerard Griffioen und Koen van Meurs.

Milchviehhalter und Gründer von CowManager Gerard Griffioen und Koen van Meurs, Leiter der Produktentwicklung.

„Dank des Milchsensors können Landwirte Probleme im Bereich der Eutergesundheit frühzeitig erkennen und ihnen gezielt vorbeugen“, erklärt Gerard Griffioen, Milchviehhalter und Gründer von CowManager.

Mastitis beeinträchtigt nicht nur die Milchleistung, sondern auch die Tiergesundheit und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Eine frühzeitige Vorbeugung ist daher von großer Bedeutung.

„Bei einem Besuch bei einem unserer größten Kunden wurde deutlich, wie relevant die Herausforderungen sowohl im Umgang mit Mastitis als auch bei der Genauigkeit der Melkdaten sind. Kühe wurden nicht eindeutig erkannt, sodass keine vollständigen Melkdaten vorlagen. Gleichzeitig standen enorme Datenmengen zur Verfügung – allerdings oft mit erheblichen Zweifeln an deren Zuverlässigkeit“, erinnert sich Griffioen.

Daraus entstand die erste Idee für den Milchsensor. „Anschließend haben wir den Milchsensor gemeinsam mit Milchviehhaltern direkt unter Praxisbedingungen entwickelt“, berichtet Koen van Meurs, Leiter der Produktentwicklung, begeistert.

Da der Milchsensor Daten auf Viertelbasis erfasst und CowManager über ein internationales Netzwerk großer Milchviehbetriebe verfügt, konnten innerhalb kurzer Zeit umfangreiche Praxiserfahrungen und Datensätze gesammelt werden. Auch der Abgleich der Ergebnisse mit Laboranalysen der Milch war ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses und entscheidend für ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit.

Künstliche Intelligenz in Kombination mit der langjährigen Erfahrung von CowManager in der Entwicklung von Algorithmen und der Analyse großer Datenmengen bildet die Grundlage für ein intelligentes, leistungsstarkes und zuverlässiges Dashboard.

Fünf Indikatoren in einem Milchsensor

Der Milchsensor erfasst derzeit fünf Indikatoren: Temperatur, Leitfähigkeit, Milchmenge, Milchfluss und Vakuumniveau. „Der Milchsensor befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Euter, wodurch besonders präzise Messdaten erzielt werden.

Gleichzeitig wurde auch die Milchqualität berücksichtigt: Der Sensor gewährleistet einen hygienischen und ungehinderten Milchfluss. Das System lässt sich vollständig individuell konfigurieren. Die Installation ist ein einfacher und schneller Prozess: Den Schlauch unter dem Melkbecher durchtrennen, den transparenten Sensor dazwischenschieben und anschließend die Schläuche wieder beidseitig am Sensor befestigen.

„Dadurch lässt sich der Sensor mit nahezu jeder Marke und jedem Typ von Melkbecher im Melkstand einsetzen“, erklärt Gerard engagiert.

Alle Daten werden übersichtlich auf dem Computer dargestellt. Der CowManager Milchsensor ist für alle Milchviehhalter verfügbar, die bereits einen CowManager Ohrsensor nutzen oder künftig einsetzen möchten. Darüber hinaus kann der Milchsensor zukünftig um eine Tiererkennung erweitert werden.

CowManager Milchsensor

Der CowManager Milchsensor.

Mastitis frühzeitig erkennen und prognostizieren

Der Milchsensor unterstützt dabei, Euterentzündungen frühzeitig zu erkennen und potenzielle Risiken bereits vor dem Ausbruch zu identifizieren. Die kontinuierliche Überwachung der Melkprozesse wirkt sich positiv auf die Zitzengesundheit aus und kann Risikofaktoren für Mastitis – wie beispielsweise Hyperkeratosen an den Zitzenenden – frühzeitig sichtbar machen und reduzieren.

Darüber hinaus kann der Milchsensor einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Zellzahlen in der Milch leisten. Gerard und Koen denken jedoch bereits einen Schritt weiter.

„Dieser präventive Ansatz wirkt sich positiv auf das Tierwohl aus. Darüber hinaus trägt dies dazu bei, unfreiwillige Bestandsabgänge aufgrund hoher Zellzahlen oder Mastitisprobleme zu reduzieren“, erwarten die beiden.

„Dadurch können Kühe langfristig gesünder und länger im Betrieb verbleiben“, erklärt Gerard.

Die Leistung jedes Melkzeugs im Blick

Ein weiteres Ziel des Milchsensors ist die detaillierte Analyse der Melkprozesse bis auf Ebene des einzelnen Melkzeugs „Die Funktionsweise des Melkstands ist ein entscheidender Faktor zur Vorbeugung von Eutererkrankungen. Blindmelken, Lufteinbrüche oder zu niedrige Reinigungstemperaturen sind auf den ersten Blick nicht sichtbar, können jedoch das Risiko für Mastitis oder erhöhte Keimbelastungen deutlich erhöhen“, erklärt Koen.

Der Milchsensor macht solche Einflussfaktoren sichtbar und unterstützt damit die frühzeitige Erkennung von Problemen im Melkprozess. Darüber hinaus trägt der Milchsensor zu gleichbleibenden Melkabläufen bei – insbesondere, wenn unterschiedliche Melker im Einsatz sind. Unterschiede zwischen einzelnen Melkern oder Melkzeiten werden dadurch unmittelbar sichtbar.

„Die Kombination aus Ohrsensor, Milchsensor und dem dazugehörigen Selektionstor eröffnet völlig neue Möglichkeiten“, erklärt Gerard mit Blick auf das gesamte CowManager-Ökosystem. Damit nimmt der Milchsensor eine zentrale Rolle innerhalb des Gesamtsystems ein.

Doch damit ist das Potenzial aus Sicht der beiden noch lange nicht ausgeschöpft. „Das ist erst der Anfang – künftig wird sich mit dem Milchsensor noch deutlich mehr direkt in der Milch und im Melkstand erfassen lassen“, verrät Koen.

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